18.03.2026 Deutschland

Von der Leitlinie zur Umsetzung: Kommunale Starkregenvorsorge systematisch gestalten

  • Kommunale Planung

Kommunen in ganz Deutschland arbeiten aktiv an der Starkregenvorsorge. Erklärtes Ziel: sich systematisch auf Starkregenereignisse vorzubereiten und potenzielle Schäden zu vermeiden oder zu reduzieren.

Grundlage dieser Arbeit ist der „Leitfaden Kommunale Starkregenvorsorge“, der von mehreren Bundesländern gemeinsam entwickelt wurde und als anerkannter Rahmen für die kommunale Starkregenvorsorge gilt.

Der Leitfaden definiert einen strukturierten Prozess mit fünf Phasen:

Jan Willem van der Vegt, Market Manager bei Scalgo, hat mit zahlreichen Kommunen in Deutschland gesprochen. In diesen Gesprächen hat er aus erster Hand die Größe und Komplexität der Aufgaben kennengelernt, vor denen kommunale Planerinnen und Planer stehen. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass sich diese Arbeit mit den richtigen Werkzeugen und Analysen effektiv umsetzen lässt und eine tragfähige Grundlage für klimaresiliente Städte und Gemeinden bildet.

Scalgo Live unterstützt in allen Phasen des Leitfadens“, erklärt van der Vegt. „Die Plattform bietet zwar hochgenaue Modelle und einen große Vielfalt an Werkzeuge, und die Bedienung ist intuitiv und einfach. Sie ist bewusst so konzipiert, dass keine vertieften GIS- oder Modellierungskenntnisse erforderlich sind. Dadurch können kommunale Planerinnen und Planer den Prozess eigenständig und effizient umsetzen.“

„Die Zusammenstellung der benötigten Geodaten war früher zeitaufwendig. Heute beginne ich direkt mit der Planung mit Scalgo Live. Es macht einfach Spaß, so zu arbeiten.“

Maximilian Delius, Stadt Goslar

Im Folgenden werden die einzelnen Phasen dargestellt und aufgezeigt, wie Scalgo Live diesen strukturierten Prozess unterstützen kann.

Gefährdungen durch Starkregen systematisch analysieren

Um zu bestimmen, wo Überflutungen auftreten können und wie stark diese ausfallen, ist eine umfassende Gefährdungsanalyse erforderlich. Sie bildet die erste Phase der Starkregenvorsorge.

Die Erhebung der notwendigen Datengrundlagen – darunter Geländedaten, Landbedeckungsdaten und Gebäudedaten – ist in der Praxis häufig zeitaufwendig. Mit Scalgo Live stehen alle relevanten Daten deutschlandweit unmittelbar zur Verfügung, was bereits zu Beginn des Prozesses erhebliche Zeitersparnisse ermöglicht.

Für die Durchführung der Gefährdungsanalyse stehen verschiedene Methoden zur Verfügung.

Vorgefertigte Analysen in Scalgo Live bieten einen unmittelbaren Überblick über Abflusswege, Geländetiefpunkte und potenzielle Überflutungsbereiche“, so van der Vegt. „Kommunale Planerinnen und Planer haben direkten Zugriff auf diese Analysen. Sie sind der einfachste Einstieg in die Gefährdungsbewertung.“

„Die Kombination aus hochgenauen Geodaten, den Analysewerkzeugen und der einfachen Simulation von Planungsszenarien war für uns ein Gamechanger.“

Herr Christian Siemon , HGN Beratung

In Scalgo Live können sowohl vereinfachte Überflutungsanalysen als auch 2D-hydrodynamische Modellierungen durchgeführt werden.

Für vertiefende Untersuchungen empfiehlt der Leitfaden zweidimensionale hydrodynamische Modellierungen. Mit DynamicFlood in Scalgo Live können mehrere Niederschlagsszenarien mit wenigen Klicks berechnet werden. So wird eine detaillierte Überflutungsmodellierung auch für kommunale Planerinnen und Planer ohne eigene Modellierungserfahrung zugänglich.

Schadenspotenziale klar bewerten

Ziel der Bewertung des Schadenspotenzials ist es, eindeutig zu erfassen, wo sich wertvolle Nutzungen und besonders schutzbedürftige Objekte im Gemeindegebiet befinden. Eine Landbedeckungskarte bildet hierfür eine solide Grundlage.

Scalgo Live bietet kommunalen Planerinnen und Planern direkten Zugriff auf die zentralen Datensätze, die für die Erstellung einer Schadenspotenzialkarte erforderlich sind. Die Scalgo Landbedeckungskarte mit 12 Klassen ermöglicht es, zwischen vegetationsgeprägten Flächen – auf denen temporäre Überflutungen häufig geringere Auswirkungen haben – und bebauten Bereichen wie Straßen und Gebäuden zu unterscheiden, wo stehendes Wasser erhebliche Schäden verursachen kann.

In Scalgo Live stehen zahlreiche wichtige Datensätze für die Bewertung des Schadenspotenzials bei Überflutungen zur Verfügung. Darüber hinaus können eigene Daten integriert werden, um eine vollständige Datengrundlage zu schaffen.

Weitere Datensätze, darunter Gebäudevektoren und ALKIS-Daten, sind ebenfalls unmittelbar verfügbar. Zusätzliche Informationen, etwa zu kritischen Objekten wie Krankenhäusern, Energieversorgungsanlagen oder Kindertagesstätten, können direkt in der Plattform ergänzt werden, um die Schadenspotenzialkarte zu vervollständigen.

So entsteht eine strukturierte und transparente Klassifizierung von Flächen und Objekten entsprechend ihres potenziellen Schadens, die jederzeit aktualisiert werden kann.

Risiken identifizieren und priorisieren

Die Risikoanalyse verbindet die Bewertung des Schadenspotenzials mit den Ergebnissen der Gefährdungsanalyse. Ein wichtige Schritt: Erst durch diese Kombination wird das tatsächliche Starkregenrisiko sichtbar.

Eine belastbare Risikokarte bildet die Grundlage dafür, Prioritäten zu setzen und Bereiche zu identifizieren, in denen Schutzmaßnahmen den größten Effekt erzielen können.

Scalgo Live bietet eine visuelle und interaktive Plattform, um Gefährdungsinformationen mit Schadenspotenzialen zu verknüpfen. Das Ergebnis ist nicht nur eine statische Karte, sondern ein dynamisches Werkzeug, mit dem kommunale Planerinnen und Planer relevante Informationen für ihre Planungsentscheidungen abrufen können.

Van der Vegt betont den strategischen Wert dieser Karten: „Risikokarten sollten keine isolierten Produkte bleiben, sondern fest in die laufende Planung klimaangepasster und resilienter Städte eingebettet werden. Mit Scalgo Live können Kommunen dieses Wissen kontinuierlich in ihre täglichen Planungsentscheidungen integrieren.“

Handlungskonzepte entwickeln und wirksame Maßnahmen prüfen

Im Rahmen der Starkregenvorsorge fasst das Handlungskonzept geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden und zur Reduzierung von Überflutungsrisiken zusammen.

Der Leitfaden betont, dass das Handlungskonzept politisch beschlossen, fachübergreifend abgestimmt und in kurz-, mittel- und langfristige Perspektiven gegliedert sein sollte.

Van der Vegt hebt hervor, wie wichtig der Schritt von der Analyse zur Umsetzung ist: „Das ist der entscheidende Punkt. Wir müssen über die reine Problembeschreibung hinausgehen und uns auf wirksame Lösungen konzentrieren. Das ist komplex, weil viele Akteure beteiligt sind.“

Scalgo Live unterstützt die Entwicklung solcher Maßnahmen. Mit Hilfe von Geländemodifikationen können kommunale Planerinnen und Planer potenzielle Rückhalteräume entwerfen oder Wege testen, wie Wasser sicher durch bebaute Gebiete geführt werden kann. Die Plattform visualisiert nicht nur mögliche Lösungen, sondern ermöglicht auch eine systematische Bewertung ihrer Wirksamkeit.

Mit Hilfe von Geländemodifikationen können kommunale Planerinnen und Planer potenzielle Rückhalteräume entwerfen oder Wege testen, wie Wasser sicher durch bebaute Gebiete geführt werden kann.

Maßnahmen wie temporäre Retentionsflächen, mehr urbane Begrünung, die Wiederherstellung von Gewässerräumen, das Freihalten von Risikobereichen von Bebauung oder eine rückhalteorientierte Landbewirtschaftung lassen sich direkt in Scalgo Live testen und validieren.

Risiken transparent kommunizieren und Beteiligte einbinden

Die abschließende Phase der Starkregenvorsorge unterstreicht die Bedeutung von Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung. Risikokommunikation bedeutet mehr als die reine Information über Gefahren. Sie erfordert ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Maßnahmen, damit Konsequenzen und Handlungsoptionen transparent bewertet werden können.

Scalgo Live unterstützt diesen Prozess durch klare Visualisierungen und interaktive Analysen. Komplexe hydraulische Ergebnisse können verständlich dargestellt werden, und unterschiedliche Szenarien lassen sich gemeinsam mit Beteiligten durchspielen.

Starkregenvorsorge mit Zuversicht

Der Leitfaden Kommunale Starkregenvorsorge ist klar strukturiert und kann einen spürbaren Beitrag für Kommunen in ganz Deutschland leisten.

Van der Vegt fasst zusammen: „Ich freue mich sehr zu sehen, wie Scalgo Live bereits in der Starkregenvorsorge eingesetzt wird. Ich unterstütze Kommunen gerne beim Einstieg in diesen Prozess und bin überzeugt, dass wir in der kommenden Zeit zahlreiche fundierte Handlungskonzepte entstehen sehen werden.“

Mit Scalgo Live in die Planung starten

Neugierig geworden ?Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Scalgo Live für Ihre Arbeit im Bereich Überflutungs- und Risikobewertung einsetzen können, vereinbaren Sie einen Termin oder kontaktieren Sie Jan Willem van der Vegt direkt unter jan@scalgo.com.

Jan Willem van der Vegt,
Market Manager, Germany
jan@scalgo.com